Bundesamtsgebäude, Festsaal, Radetzkystraße 2, 1030 Wien (Eintritt frei)
Programm
Donnerstag 2.Dezember 2010
>> 18:30 Uhr
Eröffnung durch Frau Maria Vassilakou,
Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Planung & Verkehr der Stadt Wien
Paul Scheffer (Amsterdam)
Masse und Mobilität: Immigration in einer offenen Gesellschaft
Antonio Fian (Wien)
Die Kronenzeitung: das österreichische Massensymbol
>> 19:30 Uhr
Anschließende Diskussion
Freitag 3.Dezember 2010
>> 10:30 Uhr
Evelyn Adunka (Wien)
Heimatliebe und Exil
Tamás Lichtmann (Budapest)
Die populistische Doppelmasse und die „postmoderne“ Macht
Ungarn zwischen Nationalismus und Rassismus
>> 11:30 Uhr
Anschließende Diskussion
>> 12:15 Uhr
Mittagspause
>> 15:30 Uhr
Karl-Peter Schwarz (Wien)
Das europäische Identitäts-Dilemma
Über Selbstvergewisserungen Fremdzuschreibung
und ihre politischen Folgen
Karin Klaric (Wien)
Die Befristeten
über die Lage der Emigranten und Asylwerber in österreich
>> 16:30 Uhr
Anschließende Diskussion
>> 17:15 Uhr
Pause
>> 18:00 Uhr
Urs Marti (Zürich)
Die Konstruktion einer Bedrohung
Freund - Feind - Dissoziationen in der Demokratie
Tobias Jaecker (Berlin)
Von Strippenziehern und Blutsaugern:
Antisemitismus und Antiamerikanismus als Welterklärungsmuster
>> 19:00 Uhr
Anschließende Diskussion
Samstag 4.Dezember 2010
>> 10:30 Uhr
Reinhold Gärtner (Innsbruck)
Xenophobie in österreich: politische Normalität?
Katarina Lenczowski (Trier)
„Sie sind geborene Europäer“ – Problematische
Repräsentationsmuster in Günter Grass'
„Reden zugunsten des Volkes der Sinti und Roma“
>> 12:15 Uhr
Mittagspause
>> 15:30 Uhr
Erwin Ebermann (Wien)
Die Zeit spielt keine Rolle – zur relativen Starrheit der Bilder
von AfrikanerInnen in der österreichischen Gesellschaft
Stefan Stautner (München)
Konstruktion von multikulturellen Massen
>> 16:30 Uhr
Anschließende Diskussion
>> 17:15 Uhr
Pause
>> 18:00 Uhr
Jan Spurk (Paris)
Fremdenhass oder Heimatliebe oder die Lust, den Spiegel zu zertrümmern
Farid Hafez (Wien)
Islamophobie in österreich
>> 19:00 Uhr
Schlussdiskussion
Die Referentinnen und Referenten
Evelyn ADUNKA, geb. in Villach, Dr. phil., Historikerin und Publizistin, lebt in Wien
Erwin EBERMANN, geb. Gaisruck / NÖ, Universitätslehrer (Senior Lecturer), Dr. phil., Afrikanist, Sprachwissenschafter und Sachbuchautor, lebt in Wien
Antonio FIAN, geb. in Klagenfurt, Schriftsteller, Essayist und Dramatiker, lebt in Wien
Reinhold GÄRTNER, geb. in Steyr / OÖ, Univ.-Prof. Mag. Dr. phil., Politikwissenschafter und Sachbuchautor, lebt in Telfs
Farid HAFEZ, geb. in Ried im Innkreis, Mag. Dr. phil., Politikwissenschafter, Sachbuchautor und Hrsg. des Jahrbuchs für Islamophobieforschung, lebt in Wien
Tobias JAECKER, geb. in Hamburg, Kommunikationswissenschafter, Journalist und Sachbuchautor, lebt in Berlin
Karin KLARIC, geb. in Judenburg / Stmk. Obfrau des Vereins PURPLE SHEEP - PUSH YOUR RIGHTS, lebt in Wien
Katarina LENCZOWSKI, geb. in Sroda / Polen, Mag. phil., Germanistin, lebt in Trier
Tamás LICHTMANN, geb. in Debrecen, Univ.-Prof. Dr. phil., Germanist, Kulturwissenschafter und Sachbuchautor, lebt in Budapest
Urs MARTI, geb. in Olten, Univ.-Prof. Dr. phil., Philosoph und Sachbuchautor, lebt in Lausanne
Paul SCHEFFER, geb. in Nijmegen, Univ.-Prof. Dr. phil., Soziologe, Journalist und Sachbuchautor, lebt in Amsterdam
Karl-Peter SCHWARZ, geb. in Villach, Mag. phil., Journalist und Sachbuchautor, lebt in Wien
Jan SPURK, geb. in Dillingen / Saar, Univ.-Prof. Dr. phil., Soziologe und Sachbuchautor, lebt in Paris
Stefan STAUTNER, geb. in Burghausen, Dipl. Soz., Soziologe, lebt in München
„Der Mensch hat ein tiefes Bedürfnis danach, alle Leute, die er sich vorstellen kann, immer wieder umzugruppieren. Indem er die lockere, amorphe Zahl der Vorhandenen in zwei Gruppen abteilt und als solche gegeneinander aufstellt, gibt er ihnen etwas wie Dichte. Er zieht sie zusammen als hätten sie miteinander zu kämpfen; er macht sie exklusiv und erfüllt sie mit Feindschaft. (…) Die Grenzen der Guten sind dann genau abgesteckt, und wehe dem Schlechten, der sie überschreitet. Er hat bei den Guten nichts zu suchen und muß vernichtet werden.“
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