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Gründung
Die Gesellschaft für Masse & Macht - Forschung ist ein gemeinnütziger Verein, der 1989 gegründet wurde, um das kulturanthropologisch-philosophische Canetti-Symposion zu sichern. |
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| Elias
Canetti schrieb unserem Obmann: |
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Die endgültige Sicherung dieser Veranstaltung [Canetti-Symposion] durch die Einrichtung einer Arbeitsstätte [GMMF] unter Ihrer Leitung würde ich sehr begrüßen. |
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| Kurzfassung
der Aufgaben der GMMF |
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Die Verbreitung von Canettis Hauptwerk Masse und Macht, das von Intellektuellen kaum wahrgenommen wird. | |
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Die Untersuchung der Probleme der Informationsgesellschaft mit Canettis Paradigmen, um ihre Anwendbarkeit zu überprüfen. | |
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Masse und Macht ist ein offenes Werk ohne ideologische Implikationen, daher ist es möglich und notwendig, dass neue Stimmen sich zu neuen Erscheinungen der Macht bzw. der Massen melden. | |
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Ständig alle Formen der Macht zu enthüllen, indem man sich ihr Fundament permanent vor Augen hält. Wie Canetti behauptet: "Denn die eigentliche Absicht des wahren Machthabers ist so grotesk wie unglaublich; er will der Einzige sein." Jede Herrschaft hat in stärkerem oder geringerem Maße Anteil an diesem Wahn, der sich in der Manipulation des Volkes und in der Verfügungsgewalt über die Untertanen manifestiert. Hinter jeder Macht wie hinter jeder Paranoia steckt laut Canetti dieselbe tiefere Tendenz: "Der Wunsch, die anderen aus dem Weg zu räumen, damit man der einzige sei, oder, in der milderen und häufiger zugegebenen Form, der Wunsch, sich der anderen zu bedienen, dass man mit ihrer Hilfe der einzige werde." | |
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Die GMMF bemüht sich um einen andauernden Kontakt mit denjenigen, die sich mit Phänomenen der Massen und der Macht beschäftigen. | |
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Wir versuchen ständig, die gespenstische Vermischung zwischen rechtsetzender und rechterhaltender Gewalt der Institution der Polizei und des Heeres moderner Staaten anzuklagen. Durch das Verfügungsrecht wären diese Institutionen rechterhaltende Staatsgewalt, aber zur selben Zeit durch das Verordnungsrecht rechtsetzende. Sie selber können die Gewalt in weiten Grenzen bestimmen. Als rechtsetzende sanktionierte man die Gewalt im Sieg, als rechterhaltende schränkte man sie durch Verhinderung der Setzung neuer Zwecke ein. Von beiden Konditionen sind Polizei und Armee emanzipiert und es stimmt überhaupt nicht, dass ihre Zwecke gemein mit denen des allgemeinen Rechts sind, und dass im Gegenteil das Recht eines Staates, Gewalt anzuwenden, gerade aus dem Punkt entspringt, in welchem ein Staat impotent geworden ist, durch etablierte Rechtsordnung die Erreichung empirischer Zwecke zu garantieren. | |
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Wir, die sehr skeptisch bezüglich der Möglichkeit der Herstellung neuer Zustände sind, welche eine Alternative für die tiefste Not und Verdammung der Unterdrückten be-deuten könnten, behaupten dennoch, dass es entweder eine gewaltlose massenhafte Alternative gibt oder gar keine, mit den Worten Canettis: "Alle werden überleben oder niemand." Dieser "moralischen Utopie" fühlen wir uns verpflichtet. | |
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Derzeit entwickelt die GMMF, mit zahlreichen in- und ausländischen Forschungsinstituten, ein Projekt, das sich hauptsächlich mit den Phänomenen der globalen Masseninformation und gleichzeitig mit der erschreckenden Erscheinung der Regionalisierung der Macht beschäftigen sollte. | |
| Ordentliche
Mitglieder
können alle diejenigen sein, die sich ernsthaft mit Canettis Werk beschäftigen. Mitgliedsbeitrag ist eine freiwillige jährliche Spende. Fördernde Mitglieder können alle diejenigen sein, die sich für Canettis Werk interessieren. Fördernder Mitgliedsbeitrag ist eine freiwillige jährliche Spende. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an uns. |
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| Vorstand
John Pattillo-Hess (Obmann) Bernd Hartmann (Obmann Stellvertreter) Marta Barreto Anna Benedek Hanna Burger Eva Ribarits |
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Landesgeschäftsführer Mario R. Smole Wissenschaftliche Mitarbeiter David A. Schwarz |
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Wissenschaftlicher Beirat O.Univ.Prof. em. Dr. Michael Benedikt (Wien) O.Univ.Prof. Dr. Jesús Escandón (Consepción/Chile) Wilfried Graf (Wien) Mag. Martin Hopenhyn (Santiago de Chile) O.Univ.Prof. Dr. Jon Juaristi (Madrid) Prof. Dr. Laura Kipnis (New York) Prof.Dr. Endre Kiss (Budapest) Dr. Petra Kuhnau (Berlin) O.Univ.-Prof. Dr. Tamás Lichtmann (Budapest) Dr. Eric McLuhan (Toronto) O.Univ.Prof. Dr. Hubert Orlowski (Posen) Dr. Tibor Pichler (Bratislava) Dr. Edgar Piel (Allensbach) Dr. Franz Schuh (Wien) Dr. Peter Steyrer (Wien) Dr. Mag. Ibrahim Syed (Trivandrum/Indien) |
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